Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Aktuell

EU Parlament stimmt gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Patentamt soll Patentierung konventioneller Züchtung stoppen

Brüssel, 10.5.2012. Heute hat das Europäische Parlament das Europäische Patentamt aufgefordert, die Patentierung im Bereich der konventionellen Tier- und Pflanzenzucht zu beenden. Eine entsprechende Resolution, die von Abgeordneten mehrerer Parteien auf den Weg gebracht worden war, wurde mit grosse Mehrheit angenommen. Das Europäische Parlament folgt damit den Voten einiger nationaler Parlamente. So hat beispielsweise der Deutsche Bundestag bereits im Februar 2012 einen Stopp der Patentierung von Pflanzen und Tieren gefordert.

„Dies ist ein großer Erfolg für alle Landwirte, Züchter und Verbraucherinnen, die wegen der zunehmenden Monopolisierung der Lebensmittelerzeugung und Landwirtschaft besorgt sind“, sagt Ruth Tippe von der internationalen Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“. „Diese Abstimmung darf jetzt vom Europäischen Patentamt nicht ignoriert werden. Es ist höchste Zeit, dass der Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen gestoppt wird.“

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Hintertür für Gentechnik?

Bundesverwaltungsgericht entscheidet über den Umgang mit verunreinigtem Saatgut

24.2.2012: Dürfen gentechnisch veränderte Pflanzen, die unwissentlich ausgesät wurden, auf dem Acker wachsen oder müssen sie aus Sicherheitsgründen entfernt werden? Zu dieser Frage fällt das Bundesverwaltungsgericht am 29. Februar 2012 ein entscheidendes Urteil.

»   IG Saatgut Pressemitteilung, 24.2.2012

Absage an Gentechnik-Zuckerrüben

Bündnis legt Rechtsmittel gegen KWS-Versuche ein

Landwirtschafts-, Umwelt-, Verbraucherverbände und Unternehmen haben gegen Feldversuche mit Gentechnik-Zuckerrüben eine über dreißigseitige Einwendung vorgebracht. Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sollen einen Antrag der KWS Saat AG aus Einbeck in Niedersachsen ablehnen, fordern sie. Das Unternehmen will erneut und sieben Jahre lang auf Feldern gentechnisch veränderte Zuckerrüben testen, die Spritzungen mit dem Pflanzengift Glyphosat überstehen. Das Bündnis erklärt eine klare Absage: Das risikobehaftete Glyphosat-System ist schon jetzt in Amerika gescheitert. Gentechnik-Zuckerrüben sind extrem auskreuzungsfähig, ihre Samen jahrzehntelang keimfähig. Das gefährdet bei Rüben und Verwandten wie Roter Beete und Mangold die gentechnikfreie Erzeugung – insbesondere die Saatgutproduktion.

»   Pressemeldung 7.2.2012
»   Einwendung 3.2.2012

Wegweisendes Urteil

EU-Gerichtshof: Honig muss frei von Gentechnik-Pollen sein

6.9.2011: Honig, der mit gentechnisch veränderten Pollen verunreinigt wurde, ist nicht verkehrsfähig hat der Europäische Gerichtshofs (EuGH) entschieden. Ein deutscher Imker hatte auf Entschädigung geklagt, nachdem er in seinem Honig GV-Pollen festgestellt hatte. Aus der Feststellung des EuGH lassen sich Anspruch auf Schadensersatz und Schutz vor Gentechnik ableiten.

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Teilerfolg

EU-Parlament stimmt für weitgehende Gentechnik-Anbauverbote

5.7.2011 Das Europäische Parlament hat für rechtssichere Regelungen gestimmt, die nationale Anbauverbote von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in EU-Mitgliedsstaaten ermöglichen. Damit die Gesetzesänderungen in Kraft treten können, muss der Ministerrat mit qualifizierter Mehrheit für die Parlamentsvorschläge stimmen. Dafür müssen Länder wie Deutschland ihre Blockade-Haltung aufgeben.

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Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Kürbis-Moschus

Kürbis

2005 wurden Gentech-Zucchinis in Rheinland-Pfalz entdeckt, die sich mit allen Pepo-Kürbis-Sorten kreuzen können.