Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Aktuell

ZUKUNFT SÄEN – VIELFALT ERNTEN!

5. Europaweites Treffen der Saatgut-Initiativen und ErhalterInnen

Bei der Tagung ‘Let’s liberate Diversity’ 2005 im südfranzösischen Poitier haben sich die Saatgutinitiativen aus vielen Ländern Europas informell zusammengeschlossen. Seither treffen wir uns ungefähr einmal im Jahr und versuchen, auf europäischer Ebene zusammenzuarbeiten. ErhalterInnen, Züchterinitiativen und Leute, die sich einfach für das Saatgutthema interessieren arbeiten mit. Das nächste europaweite Treffen wird vom 25. bis 27. März 2010 unter dem Motto Zukunft säen – Vielfalt ernten in Graz stattfinden.

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Globale Erklärung gegen die „Monsantosierung“

Die IG-Saatgut fordert einen Stopp der Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln

Ein internationales Bündnis gegen Patente auf Saatgut, Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Lebensmitteln startet am 8. März globale Aktivitäten. Weit über 100 Organisationen aus vielen Teilen der Welt warnen gemeinsam vor den Gefahren einer zunehmenden Monopolisierung in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Saatgut, Pflanzen, Nutztiere ihre Gene und die Kette der Lebensmittelerzeugung werden zunehmend exklusiven Monopolrechten unterworfen, die auf Patenten beruhen. Weltweit werden in diesem Bereich immer mehr Patente angemeldet, die sich inzwischen sogar auf die konventionelle Zucht von Pflanzen und Tieren erstrecken. Diese werden als von der Industrie als „Erfindung“ beansprucht.

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Amflora – Anbau 2010 möglich

EU-Kommission lässt gentechnisch veränderte Kartoffel zu

Die neue EU-Kommission hat am 2. März die Gentechnik-Kartoffel Amflora der Firma BASF zum Anbau zugelassen. Es ist die erste Anbauzulassung in der EU seit 1998. Nicht nur aus der Bevölkerung gab es viel Protest, auch offizielle Organisationen wie die EU-Arzneimittelbehörde und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatten Bedenken. Denn die Kartoffel enthält ein Resistenzgen gegen ein Antibiotikum, das auch in der Humanmedizin genutzt wird. Das Risiko wird durch den Zulassungsantrag deutlich: Zwar soll die Kartoffel nicht als Lebensmittel verwendet werden, Verunreinigung in Lebensmitteln sollen aber toleriert werden. Gentechnisch veränderte Organismen sind eben schwer kontrollierbar und wer Gentechnik anbaut, soll so vor Haftungsansprüchen geschützt werden. Ob außer der BASF überhaupt jemand Interesse am Anbau der Amflora hat, ist fraglich. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt den Anbau ab, außerdem gibt es längst gentechnikfreie Alternativen: Die Firma EUROPLANT hat eine konventionelle Kartoffel entwickelt, die vergleichbare Eigenschaften hat, sich also hervorragend für die Stärkeproduktion eignet.

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Vorschlag für Sommer 2010 geplant

Nationale Anbauverbote in der EU

Die Europäische Kommission hat ihre Absicht angekündigt, noch im Sommer 2010 einen Vorschlag vorzulegen, der den Mitgliedstaaten mehr Entscheidungsfreiheit in der Frage des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten lassen soll. John Dalli, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, wurde von Präsident Barroso bereits im September 2009 gebeten, dazu einen Vorschlag zu unterbreiten. Es wird darum gehen, ob die Mitgliedstaaten in ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet gentechnisch veränderte Sorten anbauen wollen oder nicht.

»   Presseerklärung der EU-Kommission

Saatgut ernten - ohne Gentechnik

Bantam Mais

AKTION: Bantam-Mais

Bantam steht für freien Kulturpflanzenanbau und unabhängige Saatguterzeugung ohne Einschränkung durch Gentechnik. Mit Süßmais-Anbau fordern über 30.000 Menschen, Saatgut gentechnikfrei vermehren zu können.



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Vielfalt säen
 

Mitmachen: hier & jetzt

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mais Bild2

Mais

In Chile kontaminiert gentechnisch verändertes Maissaatgut, das für den Export vermehrt wird, konventionelle Maisfelder.