Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Aktuell

Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen

Monsanto-Melone

Einspruch gegen das Melonenpatent

Die Koalition Keine Patente auf Saatgut (No patents on seeds) hat am 03. Februar 2012 formell Einspruch gegen ein europäisches Monsanto-Patent eingelegt. Geschützt werden soll damit eine bei indischen Sorten vorkommende Resistenz von Melonen gegen ein gefährliches Virus. Das NGO-Bündnis kritisiert das Patent als klassischen Fall von Biopiraterie und weist zudem darauf hin, dass mit solchen Patente die weitere Züchtung resistenter Pflanzen erschwert statt gefördert wird.

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Offener Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die EU-Kommission

Keine Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen!

Bitte unterschreiben Sie den Offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die EU-Kommission!

Im Dezember 2010 hat die Grosse Beschwerdekammer klargestellt, dass im wesentlichen biologische Züchtungsverfahren, die ausschliesslich auf Selektion oder Kreuzung beruhen, von der Patentierbarkeit ausgeschlossen sind. Insbesondere sind markergestützte Züchtungsverfahren nicht als Ganzes patentierbar, auch wenn der markergestützte Selektionsschritt oder das verwendete Markergen selbst patentiert werden können.

Trotz dieser Entscheidung sind einige entscheidende Fragen offen geblieben:

  1. Betrifft diese Entscheidung auch die Pflanzen (und Tiere), die aus diesen “im wesentlichen biologischen Züchtungsverfahren” hervorgehen?
  2. Wie werden moderne Züchtungsverfahren wie die weit verbreitete Protoplastenfusion bewertet?
  3. Wie wird mit Zuchtmaterial (z. B. pflanzlichen Zellen) verfahren?

All’ diese Fragen sind von elementarer Bedeutung, wenn das Verbot der Patentierung konventionell gezüchteter Pflanzen (und Tiere) wirklich Bestand haben soll.

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Wegweisendes Urteil

EU-Gerichtshof: Honig muss frei von Gentechnik-Pollen sein

6.9.2011: Honig, der mit gentechnisch veränderten Pollen verunreinigt wurde, ist nicht verkehrsfähig hat der Europäische Gerichtshofs (EuGH) entschieden. Ein deutscher Imker hatte auf Entschädigung geklagt, nachdem er in seinem Honig GV-Pollen festgestellt hatte. Aus der Feststellung des EuGH lassen sich Anspruch auf Schadensersatz und Schutz vor Gentechnik ableiten.

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Teilerfolg

EU-Parlament stimmt für weitgehende Gentechnik-Anbauverbote

5.7.2011 Das Europäische Parlament hat für rechtssichere Regelungen gestimmt, die nationale Anbauverbote von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in EU-Mitgliedsstaaten ermöglichen. Damit die Gesetzesänderungen in Kraft treten können, muss der Ministerrat mit qualifizierter Mehrheit für die Parlamentsvorschläge stimmen. Dafür müssen Länder wie Deutschland ihre Blockade-Haltung aufgeben.

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Weitere Meldungen finden Sie unter Informationen...

 
 

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Radieschen

Radieschen

Gentech-Raps kann über verwandte Arten, wie Hederich, in Radieschen einkreuzen.