Revision der EU Saatgutverkehrsgesetze
Monopolisieren oder gentechnikfreie Vielfalt fördern?
Am 18. März 2009 fand in Brüssel die Konferenz der EU-Kommission „zur Sicherstellung der Saatgutverfügbarkeit im 21. Jahrhundert“ statt. Sie ist Teil der noch bis mindestens 2011 laufenden Überarbeitung der Saatgutverkehrsgesetze.
Aus Sicht der IG Saatgut muss die Revision des Saatgutrechts Folgendes erfüllen:
- » den Markt für die Vielfalt von Erhaltungssorten, lokal angepassten Sorten, samenfesten Sorten sowie Sortenmischungen öffnen,
- » die international anerkannten Rechte der Bauern und Bäuerinnen gewähren,
- » für Saatgut-NutzerInnen und VerbraucherInnen Transparenz bei Züchtungsmethoden schaffen und
- » Gentechnikfreiheit in der Saatgutarbeit gewährleisten.
Die in Brüssel ausstehenden Entscheidungen zum Saatgut betreffen nicht nur Saatgutkonzerne und Landwirtschaft, sie betreffen unser aller Ernährung. Deshalb wollen wir mit der Kampagne „Zukunft säen – Vielfalt ernten“ eine breite Diskussion in der Öffentlichkeit beginnen:
Die Überarbeitung der Saatgutverkehrsgesetze darf nicht zu einer weiteren Verschärfung geistiger Eigentumsrechte auf Pflanzen und Monopolisierung des Saatgutes durch transnationale Konzerne führen. Wir rufen daher zu einer europaweiten Kampagne auf: für gentechnikfreies Saatgut, für die Erhaltung des bäuerlichen Rechts, Samen aus eigener Ernte zu gewinnen, zu tauschen und zu vermarkten, für Transparenz im Saatgutbereich und für langfristige Ernährungssouveränität.


Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie
Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Paprika
Versuche mit Gentech-Paprika sind aus den USA und China bekannt.
