Auch nach der Brokkoli-Entscheidung: Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen

Neues Tomaten-Patent für Monsanto?

Die aktuelle Recherche der Initiative „Kein Patent auf Leben!“ listet für das Jahr 2010 über 250 Patent-Anmeldungen auf gentechnisch veränderte Pflanzen sowie weitere 100 Patentanträge auf Pflanzen, die ohne Gentechnik gezüchtet werden. Der Anteil von Patenten auf konventionelle Züchtung macht dabei insbesondere bei Konzernen wie Monsanto, Syngenta und Dupont einen zunehmenden Anteil aus. Zudem wurden etwa 25 Patente angemeldet, die die Tierzucht betreffen. Etwa 200 Patente auf Saatgut mit und ohne Gentechnik wurden 2010 vom Europäischen Patentamt erteilt.

Gegen die Patentierung von Pflanzen und Tiere haben sich die Bundesregierung und alle im Bundestag vertretenen Parteien ausgesprochen. Im Januar veröffentlichten zudem verschiedene Institutionen der katholischen Kirche eine gemeinsame Erklärung gegen Patente auf Pflanzen und Tiere. Die Organisationen hinter „No Patents on Seeds“ planen jetzt einen Vorstoß auf Europäischer Ebene zur Änderung des Patentrechtes. Dazu wurde heute auch eine Unterschriftenaktion auf www.no-patents-on-seeds.org gestartet.

» Zur Unterschriftenaktion Offener Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die Europäische Kommission

» Patente-Report 2011: Das Saatgutkartell auf dem Vormarsch



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Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mangold

Mangold

Durch Gentech-Zuckerrüben direkt bedroht, da er vom Wind bestäubt wird und sie sich kreuzen können.