Vorschläge der EU-Kommission konkretisieren sich

EU will Zulassung von Genpflanzen beschleunigen – und nationale Anbauverbote vereinfachen

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ruft deutsche PolitikerInnen dazu auf, sich nicht hinter den Ankündigungen aus der EU-Kommission zu verstecken. Anlässlich des aktuellen Verunreinigungsskandals von Mais-Saatgut weist die AbL darauf hin, dass es bereits jetzt möglich ist, wirksame Regeln zu erlassen. Eine friedliche Koexistenz von Land- und Lebensmittelwirtschaft mit und ohne Gentechnik sei nicht möglich. Andere Länder wie Österreich und Bulgarien haben vorgemacht, wie einzelne Mitgliedsstaaten sich bereits jetzt durch strenge Gesetze vor Gentechnik schützen können.
Umweltschutzorganisationen begrüßten die neuen Vorschläge zum Teil. Greenpeace bewertete das Recht der Mitgliedsstaaten und Regionen, sich zu genfreien Zonen zu erklären als positiv. Es werde aber abgelehnt, dass die Kommission diesen Vorschlag dazu nutzt, die Anbauerlaubnis zu beschleunigen. Friends of Earth begrüßte die Vorschläge “vorsichtig”. Es bestehe aber die Gefahr, dass Gentechnik-freundliche Mitgliedsstaaten die neuen Regelungen zu einer deutlichen Ausweitung des Genpflanzenanbaus nutzen könnten. Um Kontaminationen zu vermeiden, sei deshalb ein europaweites Moratorium zu fordern.

» AFP-Meldung

» Friends of the Earth Europe fordern ein europaweites Anbaumoratorium

» Presseerklärung der Abl

» Presseerklärung von Bündnis 90/Die Grünen



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Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mais Bild1

Mais

Mit Süßmais-Anbau fordern über 30.000 Menschen, Saatgut gentechnikfrei vermehren zu können. www.bantam-mais.de